Blamiert! Du könntest im Boden versinken?

„Blamiere dich täglich!“ ist so ein geflügelter Spruch, der eigentlich eine großartige Devise ist. Wenn es da nicht diese Vorfälle gäbe, bei denen man so richtig den Horror kriegt.

Gefühlte Peinlichkeit

Wie bei allem, sind wir Menschen auch da völlig unterschiedlich. Die einen können laut mitlachen, wenn sie in der Yogastunde laut pupsen. Die anderen würden am liebsten nie mehr hingehen. Und was ist mit Peinlichkeiten, bei denen man ziemlich sicher jemanden verletzt hat? Etwa die Frau des Kollegen freudig nach dem Entbindungstermin gefragt hat, nur um zu erfahren, dass sie gar nicht schwanger ist.

Offensiv = besser!

Eins ist sicher: In die Defensive zu gehen, wenn uns was peinlich ist, ist die schlechteste Wahl. So verständlich das Gefühl des Abtauchen-Wollens ist: Passivität macht die Sache nur noch unangenehmer, u. a. wenn wir im Kopf wieder und wieder abspulen, was wir uns da geleistet haben oder besser hätten tun [bzw. lassen] sollen. Ganz zu schweigen von den befürchteten Konsequenzen, die der peinliche Vorfall haben wird.

Allem inneren Impuls zum Trotz, ist es viel besser, offensiv damit umzugehen. Das beginnt damit, anzuerkennen, dass es so war wie es war. Eben nicht im Gedankenstrudel des Hätt-ich-doch zu kreiseln.

Die gute Nachricht: Es selbst anzusprechen, ist gar nicht so schwer! Und: Mit etwas Übung verlieren dadurch tatsächlich viele peinliche Situationen künftig ihren Schrecken. Dann klappts immer öfter mit der Haltung „Blamiere dich täglich!“

Hier gibts einen Download zu meinem neuen Buch „30 Minuten Schluss mit Mimimi“: O-Töne bei einem peinlichen Vorfall (PDF)