Kategorie: müsste

Früher Vogel vs. ausbrüten

Für ein Buch habe ich mal einige Leute interviewt und mir ihren Entscheidungsprozess schildern lassen. Es war die ganze Bandbreite vertreten: Von Zackbumm-Leuten über Zögerern bis hin zu jahrelangen Brütern.

Jetzt könnte man es sich leicht machen und sagen: Wenns den Leuten gut damit geht, sollen sie sich in ihrem Tempo entscheiden. Für die einen ist es offenbar gut, ad-hoc zu entscheiden, während sich andere wohlfühlen, wenn sie Gedanken wälzen, auf innere Wiedervorlage legen und dann erneut eine Runde sinnieren. Wieder einmal ist es nicht so einfach!

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Formular: Dein Geschäftssinn

Wie schätzt du deinen  Geschäftssinn ein? Eine Smiley-Abfrage zu den folgenden Business-Aspekten. Mit Tipps, wie du damit konsequent weiterarbeiten kannst.

  • Die „Zahlenseite“ der Selbstständigkeit
  • Welche Aufträge suche ich/nehme ich an?
  • Preisgestaltung und Abrechnung
  • vorausschauendes Wirtschaften

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Was ist dein Aufschiebe-Muster?

Aufschieben hat durchaus seinen Sinn: Manches ist noch nicht reif oder wir selbst sind es noch nicht. Das eine oder andere erledigt sich von selbst. Etwas ist einfach gerade nicht dran. Es mag Ausnahme-Menschen geben, die konsequent auf wichtig-dringend-etc. checken, doch ich habe so ein striktes Vorgehen noch nie für zielführend gehalten. Es ist unmöglich, immer alles sofort oder gleichzeitig zu machen. Aufschieben ist Teil des Priorisierens, sogar wenn es nicht bewusst oder nicht immer klug geschieht.

Anstatt immer nur den Einzelfall zu betrachten, lohnt es sich allerdings, näher hinzusehen: Welche Tendenzen zeige ich immer wieder bei dem, was ich gerne aufschiebe? Dann verliert man sich nicht im Kleinklein à la „Steuererklärung“, „Keller aufräumen“, sondern kann differenzieren:

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Nachdenken ist kein Pizzateig

Einer der größten Feinde der Konsequenz ist das Nachdenken.

Hä? Spinnt die jetzt? Nachdenken ist doch wichtig! Unüberlegt handeln ist der Teufel! Man kann im Business nicht einfach spontan dieses oder jenes machen!

Da stimme ich vollkommen zu! Erst denken, dann handeln ist auch meine Devise.

Die Sabotage, etwas anzufangen, dann aber nicht durchzuziehen, fängt allerdings bei der Überzeugung an, dass längeres Nachdenken alles besser macht.

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Ist der Widerwille ein Signal?

Ja, oft kommt man nicht in die Pötte, weil man etwas nicht mag, es zu schwierig empfindet, es nicht genug fordert …

Doch wenn du dich immer wieder zu etwas aufraffen – oder gar überwinden – musst, etwas partout nicht (mehr) leiden kannst oder es regelrecht hasst, dann ist das ein wichtiges Signal, das sich nur schlecht ignorieren lässt. Und das ist gut so!

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Muss das „muss“ sein?

Mit Anfang 20 bin ich zum ersten Mal über die Übung gestolpert, dass man das „muss“ durch „will“ ersetzen soll:

Ich muss will xy erledigen.
Ich muss will mich zusammenreißen.
Ich muss will disziplinierter sein.

Die Erklärungen liegen auf der Hand:

  • Freier Wille à la „ich muss gar nichts“, ich kann mich dafür entscheiden.
  • Eigene Verantwortung reinbringen: Wenn ich es nicht mache, trage ich die Konsequenzen.
  • Motivation erhöhen – immerhin „will“ ich es. Hurra!

Hört sich super an, allerdings sehe ich das mittlerweile sehr viel differenzierter:

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Der Müllwagen-Effekt

Nicht alles ist gleichbedeutend. Vieles, was wir im Business so vorhaben, hat keine unmittelbar großartigen Auswirkungen. Klar, hier könnte man mal was verbessern oder da was anstoßen – an Ideen mangelt es selten. Doch wenn das jetzt nicht gleich passiert, ist es meist kein Beinbruch.

Aufschieben ist erlaubt und oft gar nicht mal schlecht. Wer kennt es nicht, dass sich Dinge tatsächlich von selbst erledigen. Dass eine Idee, die man eigentlich lieber gestern umgesetzt hätte, sich abkühlt und sich als doch nicht so super rausstellt.

Jetzt kommt das große Aber. Denn es gibt durchaus Projekte, bei denen das Rauszögern zum Problem wird.

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Konsequent gegenhalten

Es gibt Menschen, die überhören gerne ein Nein. Sowas ist nervig, es kann dich gerade als EinzelunternehmerIn jedoch richtig beeinträchtigen, wenn …

  • es Mehrarbeit verursacht (die oft nicht mal bezahlt wird),
  • du dann doch etwas tust, das du überhaupt nicht tun wolltest,
  • es deinen Zeit- und Arbeitsplan umwirft,
  • du unschöne Diskussionen an der Backe hast
  • und wenn du das Gefühl hast, die Augenhöhe ist verlorengegangen oder war nie da.

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Emotion: begrenzte Kapazitäten

Ich komme glücklicherweise recht gut bisher durch das Corona-Jahr. Klar habe ich – wie fast alle – eine sehr unstete, streckenweise maue Auftragslage mitmachen müssen. Doch so von meiner Verfassung her, vom allgemeinen Drumherum und der Tatsache, dass ich die Maßnahmen mittrage, kann ich sagen, es geht mir den Umständen entsprechend gut.

Es gibt jedoch eine mögliche Bruchstelle, die ich trotz allem ausgemacht habe: Meine begrenzte Kapazität für weitere Probleme oder das, was in mir ungute Gefühle auslöst. Was meine ich damit?

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