sollte

Einmal ist keinmal!

Es gibt Menschen, die probieren etwas ein einziges Mal und urteilen dann:

  • Das hab ich probiert, das tut mir nicht gut!
  • Das ist nichts für mich!
  • Das hat mir nichts gebracht!
  • Das lohnt sich nicht!
  • Das lerne ich nie!

Dabei ist es ganz egal, worum es geht. Ob es mit der Gesundheit zu tun hat, ich eine Behandlung beginne, Sport machen will, eine andere Ernährung austeste, ein Instrument lerne, … Oder ob ich für mein Business etwas tun will: Einen Akquisebrief einmalig versenden. Ein Seminar, das nicht auf Anhieb läuft. Der frisch rausgeschickte Newsletter, der nicht sofort zu massenhaft Aufträgen führt. Der gehaltene Vortrag, bei dem ich mir fast in die Hose gemacht hätte.

Dicht dahinter kommen diejenigen, die sich für ein Programm entscheiden, nur um kurz nach Beginn darin rumzudoktern. Da kaufen sie einen Onlinekurs, buchen ein Personal Training oder folgen einem fertigen Plan – nur so richtig folgen tun sie ihm nicht: Das, was gerade dran ist, erscheint ihnen zu leicht. Es geht ihnen zu langsam. Sie finden es besser, inhaltlich, von der Dauer oder Reihenfolge etwas zu verändern.

  • Dass gute Programme immer durchdacht aufgebaut sind,
  • dass gerade die Basics oft nicht oder schlecht sitzen,
  • dass manchmal bestimmte Schritte vorgeschaltet sind, damit das, was danach folgt, überhaupt möglich ist, kommt in der Selbsteinschätzung gar nicht vor.

Das hat mich schon immer wahnsinnig gemacht

Wer ständig alles hinwirft oder besser zu wissen glaubt, bevor er sich selbst bewiesen hat, dass er etwas durchziehen kann, braucht sich echt nicht zu wundern.

Ich habe eine Bekannte, die ihr Leben so lebt: Egal, worum es geht, es wird immer sofort hingeworfen. Jetzt ist es allerdings nicht so, dass sie happy damit wäre, tatsächlich sucht sie für bestimmte Probleme ja händeringend eine Lösung – doch nichts scheint zu helfen.

Das ist doppelt frustrierend, denn mit der Zeit treten zwei gefährliche Symptome auf:

  1. Das ständige Suchen und Aufrappeln, das es auch bei solchen Kurzversuchen braucht, ist ermüdend + macht mutlos.
  2. Der innere Überzeugungsberg „Egal, was ich anfange, nichts führt zu etwas“ wird zu einem Massiv.

Es hat alles keinen Sinn!

Ich plädiere nicht dafür, dass man immer alles für alle Zeiten durchziehen muss. Doch man muss sehr wohl den Dingen eine reelle Chance geben, sich auswirken zu können. Und damit mir selbst die Möglichkeit, dass ich besser werde oder ich motiviert dranbleibe, weil es mir Freude macht, ich Fortschritte bemerke oder mir erst mal die Grundlagen erarbeite, auf denen ich aufbauen kann.