Ich

Aktuell bin ich noch Schreibcoach. Nach dem Motto „Ich coache – du schreibst“ arbeite ich ausschließlich mit EinzelunternehmerInnen, weil das Wichtigste beim Schreiben die eigene Persönlichkeit ist. Deine Art, Herangehensweise und vor allem dein Standpunkt muss rein. Nur dann können dir deine Webtexte, der Newsletter oder das Blog was für dein Business bringen.

schreibnudel.de ist 2010 online gegangen! Ich blogge also bald zehn Jahre lang rund ums Schreiben in der Selbstständigkeit. Meine Coachings und Workshops gibt es noch bis Ende Dezember 2020, wir haben also genug Zeit, miteinander zu arbeiten, wenn du schreiberisch was anpacken möchtest.

Warum hörst du denn auf?
Ich bin ein Mensch, der die Abwechslung braucht. Seit fast zwanzig Jahren bin ich selbstständig. Dabei habe ich immer wieder was geändert und alle paar Jahre eine völlig neue Richtung eingeschlagen. Das Kapitel „Schreibcoachings und -workshops“ ist für mich jetzt dann einfach abgeschlossen. Es ist Zeit fürs Umkrempeln!
Wird das schreibnudel.de-Blog online bleiben?
Ich sag mal „ja“. Allerdings kommt es drauf an, wo ich nächstes Jahr mit allem stehe, wie es mit Aufwand und Gefühl so aussieht.
Machst du darüber hinaus noch das eine oder andere Schreibcoaching ... vielleicht für treue Stammkunden?
Nein. 🙂 Aber wir haben ja noch genug Zeit, um das eine und andere für dich auf den Weg zu bringen.

Was war

Erste Jobs: Babysitterin für drei kleine Kinder und einen süßen Jagdhund. Dann Kurzwaren-Abteilung in einem Trachtenhaus, was besonders lustig war, weil ich in dieser Zeit praktisch nur mit Jeans, Iron-Maiden-Shirt und Turnschuhen rumgelaufen bin und jetzt Trachtentröcke tragen musste.

Ausbildung zur Rechtsanwaltsgehilfin – Schreibkraft bei der Bereitschafts- und anschließend Kriminalpolizei [Brandkommissariat]. – Danach fast zehn Jahre lang verschiedene Positionen bei einer internationalen Bildagentur: Einkauf, Office Management, Assistenz der Geschäftsführung, Kundenberaterin, später Sales Managerin mit Personalverantwortung. Internationale Projekte und Mit-Aufbau neuer Filialen in Hamburg und Wien. – Seit 1999 selbstständig als Coach/Trainerin/Beraterin – immer businessbezogen.

Was war rückblickend die schönste berufliche Station?
Erstaunlich, aber wahr: die als Schreibkraft bei der Kriminalpolizei! Ich tippe schnell und gerne, hatte also an jedem Arbeitstag einen enormen Output. Dazu musste ich Vernehmungen live mitschreiben. Es war immer sehr spannend, die verschiedenen Zeugen oder Beschuldigten zu hören und sich so zusammenzupuzzlen, was passiert ist, vor allen Dingen, wie verschieden die Menschen etwas einschätzen. Bei der Polizei konnte ich zudem die Arbeit immer in der Arbeit lassen: Wenn gegen 16 Uhr Feierabend war, war noch viel vom Tag übrig.
In welcher Position hast du am meisten gelernt?
Als Führungskraft. Da bin ich für mich am meisten gewachsen, weil ich eine Vorbildfunktion hatte und immer schon fand: Wer eine Managementposition mit Personalverantwortung annimmt, hat Einfluss auf Menschen. Der wirkt sich idealerweise positiv aus, kann allerdings ganz schön negativ sein. Das ist nicht trivial und schon gar nicht immer einfach.
Ist das Angestelltsein oder die Selbstständigkeit besser?
Ich mochte beides, weil ich als Angestellte immer sehr viel selbstständig gearbeitet habe. Meine Erfahrung, selbst wenn das Umfeld schwierig ist: Wenn man gute Arbeit macht, sich auf seinen Bereich konzentriert und entsprechend auftritt, gibt es enormen Handlungs- und Gestaltungsspielraum. Außerdem habe ich in meiner Angestelltenzeit viel gelernt: Von und mit anderen Leuten, aber auch, indem ich mir oft Neuland erobern musste. – Dennoch glaube ich, dass ich nach so langer Zeit der Selbstständigkeit nicht mehr überall angestellt sein könnte: Die viele unnötige Bürokratie, die in größeren Firmen herrscht, und das oft endlose Labern statt Tun, das würde ich nicht mehr gut ertragen. Als Selbstständige kann ich halt ohne Einschränkung was durchziehen.

Was wird

Ende 2020 nagle ich bei meinem Schreibcoaching-Business die Fenster und Türen zu. Mein Ziel ist es, künftig vom Kopf mehr in den Körper zu gehen: Ich habe 2017 mit Hoopdance angefangen – Hula Hoop 2.0 sozusagen – und in einem Jahr bin ich gut genug, damit auf die Bühne zu gehen. Dazu übe ich verschiedene andere Disziplinen. Mehr dazu und zu meinen Fortschritten auf gspinnert.de.

Diese neue Website hier ist eine vorbereitende Station: Ich blogge rund um Selbstmanagement, was auch später Kern werden wird. Außerdem kannst du meinen Newsletter abonnieren. So baue ich mir bereits meine Zielgruppe auf. Hier wird sich dies und das entwickeln in den nächsten Jahren. Gleichzeitig erlaube ich mir, jederzeit alles zu verändern oder umzuwerfen. Denn diese Freiheit ist mit das Beste an der Selbstständigkeit. Ich kann machen, was ich will.

Kann man dann bei dir das Hoopen lernen?
Nein, ich werde keine Präsenz-Hoopkurse geben. Aber wenn ich richtig gut bin, schließe ich nicht aus, eventuell künftig Video-Tutorials zu machen.
Ja, und womit willst du denn dann Geld verdienen?
Details zu meinem Plan verrate ich noch nicht, aber ich werde das, was ich bisher beruflich gemacht habe, mit dem Hoopen verknüpfen.
Wirst du wieder Bücher schreiben?
Ja, da bin ich ziemlich sicher. Ich habe sogar bereits zwei angedachte Projekte im Startblock. Noch ist mein Kopf dafür aber nicht frei genug und die Zeit fehlt mir außerdem. Schreiben – und auch das Bücherschreiben – macht mir sehr großen Spaß, da bin ich gut und ich hab noch viel zu sagen. Es freut mich zudem riesig, dass ich so oft danach gefragt werde. Und: Seit meinen über zwei Dutzend Büchern hat sich mein Stil und ich mich noch mal stark geändert. Ich habe also große Lust, dem Buchschreiben irgendwann wieder Raum zu geben.

Vielleicht

Mit um die 50 Jahren merke ich, wie sich mein Fokus langsam verändert. So gern ich arbeite – erst recht, weil ich immer die Freiheit genutzt habe, nur das zu machen, was mir Freude macht –, so merke ich mehr und mehr, dass es mit der traditionellen Arbeit langsam gut ist. Darum bewege ich mich stärker auf außergewöhnlichere Ideen, Leichtigkeit und Engagement zu. Das, was ich hier aufziehe, worüber ich schreibe und was ich plane, ist das, was mich am Menschsein wirklich interessiert. Aber: Es ist auch eine Momentaufnahme. Vielleicht werfe ich alles wieder um, wenn mir der Sinn danach steht.

Seit ich 15 bin, halte ich es mit Friedrich Nietzsche: Der denkende Mensch ändert seine Meinung.

Ich liebe Tiere. Und ich wollte schon immer einen Hund. Momentan ist mein Leben noch im Umbruch, aber wenn sich alles geordnet hat, werden wir einen oder zwei Seniorenhunde aus dem Tierheim adoptieren. Ich kann es kaum erwarten! 

Aufmerksamkeit für Tierheime
Ich will dafür sorgen, dass Tierheim-Hunde mehr Aufmerksamkeit bekommen, denn viele davon, gerade ältere, sitzen Ewigkeiten dort fest. Das liegt nicht nur an Vorbehalten, sondern die „Insassen“ haben oft einfach nicht genug Publicity. Ich möchte Hunde gezielt in den Fokus stellen – das lässt sich wunderbar mit meinen diversen Skills kombinieren, die ich mir im Netz und mit dem Hoopen angeeignet habe. Bis dahin bin ich finanzielle Patin für Hunde wie den Elvis, der unfassbare sieben Jahre im Tierheim verbracht hat und glücklicherweise kürzlich adoptiert wurde. Es kann nicht sein, dass Hunde ihr Leben in einem Zwinger fristen, auch wenn sich die Tierheimleute noch so gut kümmern!
Das Image von Tauben
Ich gestehe: Bis vor zwei Jahren habe ich Tauben eher ignoriert. Jetzt kenne ich einige „persönlich“ und bin draußen, wo ich stehe und gehe, viel aufmerksamer geworden. Tauben sind unglaublich friedlich, höflich und treu. Sie haben einen lebenslangen Partner und wenn Ihr mal draußen aufpasst, sieht man sie fast immer zu zweit unterwegs. Tauben haben ein wahnsinniges Image-Problem. Die flüssige Kacke, die viele so stört, ist Hungerkot – weil sie das Falsche essen müssen und zu wenig finden. Es gibt mittlerweile in einigen Städten betreute Taubenschläge, wo Tauben gefüttert und ihre Eier kontrolliert ausgetauscht werden, sodass sie brüten können, aber der Nachwuchs reduziert wird. Das ist eine hervorragende Initiative, wofür ich mich an meinem neuen Wohnort einsetzen möchte. Bis dahin bin ich freundlich zu Tauben, wenn ich sie auf der Straße treffe. In München gibt es ein Fütterungsverbot, aber auf meinem Balkon darf jedes Tier seinen Durst stillen. Bitte stellt täglich frisches Wasser auf Terrasse und Balkone, besonders im Sommer. Ich habe das jahrzehntelang auf meinem Stadtbalkon nicht gemacht, weil ich schier nicht auf die Idee gekommen bin. Ihr werdet staunen, wie viele Vögel, Insekten und vielleicht sogar Eichhörnchen vorbeikommen!