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„Kann ich die Zeit zurückdrehen?“

Das „Hätt ich doch …!“ ist absolut menschlich. Und eine gute Sache, denn wir lassen prinzipiell Revue passieren, was los war und was uns daran stört. Machen wir das auf gute Art, lernen wir, was wir künftig anders machen wollen.

Doch allzu oft möchten wir einfach etwas ungeschehen machen: Es fällt uns zu spät ein, was wir hätten sagen sollen. Wir bereuen, was wir getan oder gelassen haben. Wir hadern mit etwas, das ausgerechnet uns passiert ist.

Ich habe irgendwann in meinen Zwanzigern angefangen, mich in solchen Hadersituationen zu fragen: „Gitte, kannst du die Zeit zurückdrehen?“ – Und ich antworte mir dann auch: „Nein!“

Wenn ich unter Leuten bin, läuft dieser kurze Dialog in Gedanken ab. Bin ich alleine, sag ich es schon mal laut. Über die Ohren kommt es noch deutlicher an. 🙂

Das klingt absurd, aber es hilft mir zuverlässig dabei, die Grübeleien auszubremsen und zu akzeptieren, was ist. Denn das, um was ich da rückblickend kreise, ist ja passiert, auch wenn ich mich auf den Kopf stelle und mit den Füßen wackle.