Kontaktjonglage

Auf die Kontaktjonglage bin ich bei der Suche nach Jongliervideos gestoßen – hier mal zwei kurze Videos, damit Ihr euch vorstellen könnt, wie das ungefähr aussieht (mir war diese Kontaktjonglage komplett neu). Gail O’Brien zeigt sehr schön, wie ein Reifen ausbalanciert wird, um dann über die Fingerkuppen in die nächste Bewegung überzugehen.

Niels Duinker gibt einen Eindruck, wie Kontaktjonglage mit einem Ball aussieht:

Bei der Kontaktjonglage ist der Clou, dass der Ball so gut wie immer Körperkontakt behält. Derzeit übe ich lauter Basics: Wie man den Ball stabil hält, auf der Handfläche beziehungsweise dem Handrücken (statisch + in Bewegung). Den „Wiper“, der u. a. im Video oben gezeigt wird, bei dem sich der Unterarm wie ein Scheibenwischer bewegt und der Ball auf dem Handrücken startet, am höchsten Punkt über die Fingerkuppen auf die Handfläche rollt – und umgekehrt. Am Wochenende habe ich mit Arm-Rolls angefangen.

Wie beim Hoopen gilt: Vieles geht im ersten Anlauf nur mau bis gar nicht. Doch wenn man einige Zeit an Übung reinsteckt, klappts schon nach kurzer Zeit besser.

November 2020:

Alles, was mir schwerer fällt, bleibt gerne erst mal liegen. So ist es auch bei der Kontaktjonglage. Die habe ich – wie das Jonglieren mit drei Bällen – vor zwei Jahren angefangen und nach erster Fleißwelle abebben lassen.

Das Gute ist, dass sämtliche Disziplinen, die mit der Manipulation von Gegenständen am und um den Körper zu tun haben, verwandt sind. Es gibt ganz ähnliche Abläufe und Tricks, ganz egal ob Reifen, Hut, Stab, Ball, … Auch das Gefühl, irgendein Ding am Körper zu haben, Geschwindigkeit zu kontrollieren, die Sicherheit im Handling einer Requisite wird stetig besser – unabhängig davon, womit man gerade übt. Darum habe ich trotzdem ich zwei Jahre nicht am Ball geübt habe, Fortschritte in der Zeit gemacht.

Vor einigen Wochen hab ich wieder angefangen. Das lässt sich bequem nebenbei machen. Bisher übe ich mit meinem Kontaktball praktisch nur auf der Couch. Das geht bei den Basics, wenn der Ball wirklich nur in den Händen bleibt, optimal. So übe ich täglich mindestens eine Stunde nebenher. Die ganzen Manipulation-Disziplinen, also wo man „ein Ding“ geschmeidig an und um den Körper bewegt, brauchen wahnsinnig viel Geduld am Anfang – ganz besonders, wenn ständiger Körperkontakt bestehen bleiben soll. Hier zeigt sich einmal mehr, dass man anfangs zu ruppig ist, zu viel Kraft, Schwung und Anspannung einsetzt.