könnte

Nur 10 Minuten

Den Tipp, einfach mal „nur eine Viertelstunde“ zu machen, haben wir vermutlich alle schon oft gehört. Die Zeitspanne variiert, manchmal geht es um fünf Minuten, mal um zehn … doch das Ziel dahinter ist in der Regel: Komm ins Tun! Vermutlich wirst du dann automatisch länger machen, weil du eh schon dabei bist oder plötzlich Lust bekommst.

Vorgestern habe ich ein Video von wheezy waiter angeschaut, der übrigens eine Menge Selbst-Tests macht à la „1 Monat kein Zucker“, „Tagebuchschreiben“, „1 Monat täglich 10.000 Schritte“, und und und. Er macht extrem unterhaltsame Videos! Vor allem die Gastauftritte seiner Eltern sind zum Piepen.

Jedenfalls hat er die 10-Minuten-Regel aufgegriffen, jedoch …

… mit einem für mich bis dahin neuen Aspekt: Bei ihm geht es nämlich darum, wirklich nur 10 Minuten zu machen. Und dann aufzuhören!

Das klingt wie für mich gemacht. Ich habe auf manche Sachen nämlich überhaupt keine Lust, putzen beispielsweise. Und ich habe jede Menge vor, das ich üben will. Zurzeit habe ich neben dem täglichen Meditieren ausprobieren auf dem Schirm: Gelenkmobilisation, Stab- und Hooptraining, Seilspringen, etc. – Nur alles auf einmal, was man so tun möchte oder sollte, das artet ja in Stress aus!

Ich weiß, wie viel das Prinzip wenig, dafür regelmäßig bringt.  Mit Reifen & Co. übe ich zusätzlich zu ausgiebigeren Trainingseinheiten seit bald drei Jahren täglich immer mal wenige Minuten zwischendurch.

Jetzt habe ich mal das „Nur 10 Minuten, dann aufhören“ ausprobiert. Ohne großartigen Plan. Ich fange einfach an, irgendwas zu machen – etwa in einem Zimmer für 10 Minuten was auf- oder umzuräumen. Sobald die Eieruhr läutet, lasse ich fallen, was ich grad in der Hand habe.

Tatsächlich kriegt man in nur zehn Minuten ziemlich viel hin. Und es macht mir sogar Spaß, immer mal zwischendurch für zehn Minuten was anzupacken, worauf ich wirklich so gar keine Lust habe. Das gilt auch für Technikkram. Wenn man eine neue Software ausprobieren will, etwa um sich mit Videokonferenzen zu befassen, kann man in zehn Minuten einfach schon mal die App runterladen, registrieren und sich in der Oberfläche ein wenig orientieren. Schon ist es vorbei.

Auch in kleinen Häppchen wirds konsequent!