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Der Müllwagen-Effekt

Nicht alles ist gleichbedeutend. Vieles, was wir im Business so vorhaben, hat keine unmittelbar großartigen Auswirkungen. Klar, hier könnte man mal was verbessern oder da was anstoßen – an Ideen mangelt es selten. Doch wenn das jetzt nicht gleich passiert, ist es meist kein Beinbruch. Aufschieben ist erlaubt und oft gar nicht mal schlecht. Wer kennt es nicht, dass sich Dinge tatsächlich von selbst erledigen. Dass eine Idee, die man eigentlich lieber gestern umgesetzt hätte, sich abkühlt und sich als doch nicht so super rausstellt. Jetzt kommt das große Aber. Denn es gibt durchaus Projekte, bei denen das Rauszögern zum Problem wird.

Das Unterschätzen der kleinen Schritte

Jetzt ist wieder die Zeit der guten Vorsätze. Gute Sache! Auch ich finde, dass so ein frisches Jahr sich hervorragend eignet, neue Saiten aufzuziehen. Man startet mit weißer Weste, da fallen Veränderungen oft ein wenig leichter. Zumindest am Anfang. Als ich noch Mitglied in einem Fitnessstudio war, waren Januar und Februar die schlimmsten Monate: Jede Stunde war überfüllt. Ein Alptraum! Allerdings war klar: Ab März ist wieder alles normal. 90 % der Neumitglieder waren wieder weg. Was generell unterschätzt wird – bei einem derartigen Vorsatz oder einem anders gelagerten Vorhaben –, sind die berühmten kleinen Schritte. Erst recht, wenn es um ein größeres Projekt oder längerfristiges Vorhaben geht, etwa eine neue Gewohnheit oder ein Ziel, auf das ich länger hinarbeiten muss.

Entscheidungen auseinanderbrechen

Wenn ich Entscheidungscoachings mache, ist meine Hauptaufgabe das Auseinanderdröseln. Ich lasse mir erst mal schildern, worum es konkret geht: Spontan und unzensiert leeren meine Kunden ihren Kopf aus. Dann schaue ich, was Sache ist und formuliere die verschiedenen Aspekte, die es zu entscheiden gilt. So wird automatisch klar, wie die Entscheidungen gewichtet sind und vor allem, welche direkt voneinander abhängen.

3 Probleme bei Kaugummiprojekten

Ich glaube, jeder von uns kennt manchmal so Projekte, die sich ewig hinziehen. Bei manchen Selbstständigen ist es die Website, andere sind bereits monatelang damit beschäftigt, ein Webinar auf die Beine zu stellen, … Selbst Dinge, die überhaupt keinen großen Aufwand bedeuten – wie wenige Zeilen Kurzprofil für eine Branchendatenbank – ziehen sich bei einigen wochenlang hin. Das ist ein Riesenproblem!

Wo sind die flankierenden Maßnahmen?

Fast alles, was man so als Vorhaben durchzieht – ob private Dinge, wie Sport, Ernährung, ein Umzug oder Businessprojekte, wie eine neues Angebot, ein Blog, o. Ä. – braucht flankierende Maßnahmen. Doch die werden gerne mal links liegen gelassen oder zu sehr unterschätzt.

Welche Entscheidung muss davor kommen?

Geht es darum, etwas voranzubringen, wird gerne davon gesprochen, den nächsten Schritt zu definieren. Auch wenn er klein ist. Klar: Das Dranbleiben ist sehr viel einfacher mit „baby steps“ – keine Zeit, keine Kraft, keinen Kopf, … all das wird ausgehebelt, wenn man zumindest einen Handgriff macht: Das kann ein einziges Telefongespräch sein oder nur schon mal das Raussuchen einer Telefonnummer. Jetzt ist es allerdings bei komplexeren Dingen oft so, dass der nächste Schritt gar nicht klar ist. Oder eben nicht definiert werden kann, weil davor eine Entscheidung fehlt.

Formular: Das Wald-und-Bäume-Syndrom

Seit 20 Jahren mache ich jetzt Coachings: Ein Klassikerthema ist das Wald-und-Bäume-Syndrom – vor lauter Todos, Verpflichtungen oder geplanten Vorhaben tut man gar nichts mehr oder kleckert ein bisschen vor sich hin. Schnell stellt sich Unlust oder Überforderung ein, vor allen Dingen fehlt oft das Gefühl dafür, wo man überhaupt anfangen sollte. Der erste Schritt ist immer: Überblick schaffen. Aber konkret. 🙂 Formular „Das sollte/will/muss ich tun!“ herunterladen: als PDF-Info im docx-Format, wenn du die Tabelle bearbeiten oder direkt reinschreiben willst  

„Wenn es schon so anfängt!“

Für mich ist es unnötiges Drama: Wenn Menschen was aufbauschen, mit den Fingern auf andere zeigen, lauter Ausreden finden oder alles verkomplizieren. Das sind meine apokalyptischen Reiter, wenn es um das Miteinander geht. Ob das jetzt mit Kunden ist, mit Dienstleistern oder im privaten Bereich. Schon jetzt weiß ich: Das wird nicht besser, sondern führt geradewegs in größere Nervereien. Bei dir sind es vielleicht völlig andere Dinge.

Ich könnte hinfallen!

Visualisieren konnte ich noch nie. Dieses Vor-dem-geistigen-Auge ausmalen, wie etwas sein wird. Eine frühere Kollegin, die aus dem angestellten Büroalltag ausgestiegen war und eine Ausbildung zur Akupunkturistin angefangen hatte, hat mir mal erzählt, dass sie sich bereits in ihrer eigenen Praxis sehen konnte, wie sie einen weißen Kittel trägt und behandelt. Das hat sie wahnsinnig motiviert. Ein Fixstern. Ich sehe vor meinem geistigen Auge … nichts. Zumindest nicht, wenn es um die kleinen und großen Ziele geht, die ich habe. Was ich hingegen richtig gut sehe, praktisch in cinematischer Qualität, sind die verschiedenen Möglichkeiten, wie es mich spektakulär vom Skateboard oder Einrad hauen könnte. Damit bin ich nicht alleine. Oft sind wir ganz großartig darin, uns auszumalen, was alles schiefgehen kann. Ganz unabhängig, worum es geht.