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Balkongäste – von der Natur lernen

München ist prinzipiell recht grün, in meiner Nachbarschaft gibt es zwischen den dicht gebauten Mietsreihenhäusern viele kleine Schrebergärten. Mein Homeoffice ist unterm Dach. Seit vor drei, vier Jahren das erste Eichhörnchen über meinen Balkon gehüpft ist, geht es hier teilweise zu wie am Stachus.

Ich sollte … freundlicher dreinschauen?

Ich habe, wie man so schön sagt, ein resting bitch face: Wenn ich entspannt schaue, schaue ich grantig. Wenn ich mich konzentriere, ziehe ich die Augenbrauen bedrohlich zusammen. Und es passiert mir, dass – ohne mein Zutun – die Mundwinkel extrem nach unten wandern. Einmal haben mich im Englischen Garten zwei Männer besorgt angesprochen: „Ist alles in Ordnung? Niemand sollte so schauen müssen wie Sie!“

Wollen statt müssen?

Es gibt ja diesen Tipp, das Wort MÜSSEN generell durch WOLLEN zu ersetzen: Ich muss noch die Wohnung putzen. Ich will noch die Wohnung putzen. Das ist prinzipiell eine nette Idee, wenn es hilft. Und streng genommen stimmt es ja: Müssen tut man fast nichts – sofern man bereit ist, die Konsequenzen zu tragen.