Schlagwort: das Muss

Feedback ist gut, aber du bist entscheidend!

Ob und wie gut du an etwas dranbleibst, kann auch davon abhängig sein, welches Feedback du bekommst. Ich habe immer wieder Selbstständige erlebt, die sich von Feedback verunsichern, vom Kurs abbringen oder gar entmutigen lassen.

Nicht weniger schlimm ist es, wenn man versucht, es allen recht zu machen – denn dann kommt am Ende ein elendes Flickwerk an Verschlimmbesserung heraus, das meistens mit der Person dahinter nicht mehr viel zu tun hat.

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Früher Vogel vs. ausbrüten

Für ein Buch habe ich mal einige Leute interviewt und mir ihren Entscheidungsprozess schildern lassen. Es war die ganze Bandbreite vertreten: Von Zackbumm-Leuten über Zögerern bis hin zu jahrelangen Brütern.

Jetzt könnte man es sich leicht machen und sagen: Wenns den Leuten gut damit geht, sollen sie sich in ihrem Tempo entscheiden. Für die einen ist es offenbar gut, ad-hoc zu entscheiden, während sich andere wohlfühlen, wenn sie Gedanken wälzen, auf innere Wiedervorlage legen und dann erneut eine Runde sinnieren. Wieder einmal ist es nicht so einfach!

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Tagesform

Ich habe eine Bekannte, die richtig wütend wird, wenn sie an einem Tag nicht so leistungsfähig ist, wie sonst. Das bezieht sich auf alles:

  • Wenn die Dinge nicht so mühelos laufen, wie „normal“.
  • Wenn sie eigentlich mehr schafft (oder sich heute mehr vorgenommen hatte).
  • Wenn sie beim Spazierengehen öfter stehenbleiben muss, als gestern.

Natürlich ist das durchaus menschlich. Die Enttäuschung, wenn das, was sonst viel müheloser klappt, auf einmal zäh ist. Die Tage, wo man abends noch lauter unerledigtes Zeug dastehen hat, das eigentlich gemacht gehört hätte. Oder eine uncharakteristische Müdigkeit, obwohl „man heute gar nicht so viel zu tun hatte“.

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Ist der Widerwille ein Signal?

Ja, oft kommt man nicht in die Pötte, weil man etwas nicht mag, es zu schwierig empfindet, es nicht genug fordert …

Doch wenn du dich immer wieder zu etwas aufraffen – oder gar überwinden – musst, etwas partout nicht (mehr) leiden kannst oder es regelrecht hasst, dann ist das ein wichtiges Signal, das sich nur schlecht ignorieren lässt. Und das ist gut so!

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Muss das „muss“ sein?

Mit Anfang 20 bin ich zum ersten Mal über die Übung gestolpert, dass man das „muss“ durch „will“ ersetzen soll:

Ich muss will xy erledigen.
Ich muss will mich zusammenreißen.
Ich muss will disziplinierter sein.

Die Erklärungen liegen auf der Hand:

  • Freier Wille à la „ich muss gar nichts“, ich kann mich dafür entscheiden.
  • Eigene Verantwortung reinbringen: Wenn ich es nicht mache, trage ich die Konsequenzen.
  • Motivation erhöhen – immerhin „will“ ich es. Hurra!

Hört sich super an, allerdings sehe ich das mittlerweile sehr viel differenzierter:

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Der Müllwagen-Effekt

Nicht alles ist gleichbedeutend. Vieles, was wir im Business so vorhaben, hat keine unmittelbar großartigen Auswirkungen. Klar, hier könnte man mal was verbessern oder da was anstoßen – an Ideen mangelt es selten. Doch wenn das jetzt nicht gleich passiert, ist es meist kein Beinbruch.

Aufschieben ist erlaubt und oft gar nicht mal schlecht. Wer kennt es nicht, dass sich Dinge tatsächlich von selbst erledigen. Dass eine Idee, die man eigentlich lieber gestern umgesetzt hätte, sich abkühlt und sich als doch nicht so super rausstellt.

Jetzt kommt das große Aber. Denn es gibt durchaus Projekte, bei denen das Rauszögern zum Problem wird.

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Entscheidungen auseinanderbrechen

Wenn ich Entscheidungscoachings mache, ist meine Hauptaufgabe das Auseinanderdröseln. Ich lasse mir erst mal schildern, worum es konkret geht: Spontan und unzensiert leeren meine Kunden ihren Kopf aus. Dann schaue ich, was Sache ist und formuliere die verschiedenen Aspekte, die es zu entscheiden gilt. So wird automatisch klar, wie die Entscheidungen gewichtet sind und vor allem, welche direkt voneinander abhängen.

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Wo sind die flankierenden Maßnahmen?

Fast alles, was man so als Vorhaben durchzieht – ob private Dinge, wie Sport, Ernährung, ein Umzug oder Businessprojekte, wie eine neues Angebot, ein Blog, o. Ä. – braucht flankierende Maßnahmen. Doch die werden gerne mal links liegen gelassen oder zu sehr unterschätzt.

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