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Emotion: begrenzte Kapazitäten

Ich komme glücklicherweise recht gut bisher durch das Corona-Jahr. Klar habe ich – wie fast alle – eine sehr unstete, streckenweise maue Auftragslage mitmachen müssen. Doch so von meiner Verfassung her, vom allgemeinen Drumherum und der Tatsache, dass ich die Maßnahmen mittrage, kann ich sagen, es geht mir den Umständen entsprechend gut. Es gibt jedoch eine mögliche Bruchstelle, die ich trotz allem ausgemacht habe: Meine begrenzte Kapazität für weitere Probleme oder das, was in mir ungute Gefühle auslöst. Was meine ich damit?

Talent?

Das, was einem leicht fällt. Wo man besonders gut drin ist. Was man manchmal einfach so zu können scheint. Lass uns schauen, wo wirklich Talent dahintersteckt.

„Ich bleibe konsequent dran, wenn mich was interessiert!“

Das hört man ja oft. Kein Wunder. Entweder man bleibt dran, weil man muss – der berühmte Leidensdruck – oder es geht um was, dass man unbedingt schaffen will. Die Weil-es-mich-interessiert-Dinge haben wiederum eine ganz eigene Qualität. Ich bin ja eine Freundin des differenzierten Hinsehens und lade euch wieder mal ein, die Lupe auszupacken. Die Lupe der Selbsterkenntnis! LOL Denn nicht jedes Interessiert ist gleich beschaffen. Eben habe ich das mal für mich genauer aufgedröselt.

Denk-Experiment Fernbedienung

Es gibt den Film Klick, bei dem der Hauptdarsteller mit einer Fernbedienung sein Leben steuert. Der Film ist leider nicht so toll, wie die Idee dahinter. – Vor einigen Tagen habe ich dieses Denk-Experiment auf meiner Festplatte wiedergefunden, das ich 2013 gebloggt hatte. Da es mir so gut gefällt, habe ich es geringfügig angepasst.

Ich könnte hinfallen!

Visualisieren konnte ich noch nie. Dieses Vor-dem-geistigen-Auge ausmalen, wie etwas sein wird. Eine frühere Kollegin, die aus dem angestellten Büroalltag ausgestiegen war und eine Ausbildung zur Akupunkturistin angefangen hatte, hat mir mal erzählt, dass sie sich bereits in ihrer eigenen Praxis sehen konnte, wie sie einen weißen Kittel trägt und behandelt. Das hat sie wahnsinnig motiviert. Ein Fixstern. Ich sehe vor meinem geistigen Auge … nichts. Zumindest nicht, wenn es um die kleinen und großen Ziele geht, die ich habe. Was ich hingegen richtig gut sehe, praktisch in cinematischer Qualität, sind die verschiedenen Möglichkeiten, wie es mich spektakulär vom Skateboard oder Einrad hauen könnte. Damit bin ich nicht alleine. Oft sind wir ganz großartig darin, uns auszumalen, was alles schiefgehen kann. Ganz unabhängig, worum es geht.

„Ich kann mich nicht um alles gleichzeitig kümmern!“

Bestimmt kennt Ihr das Märchen mit dem Brei: Dieser Zaubertopf, der Brei kocht, bis alles unter sich begraben ist. So ist es manchmal im Alltag, finde ich: Das, worum man sich kümmern soll, ist ein ständiger Strom. Abgesehen von den To-Dos, die eh klar sind, kommt ständig irgendwas nach. Es geht was kaputt, man muss sich mit irgendwas von außen befassen oder herumschlagen, es gibt Termine zu machen, und und und. Immer is was!

Sich helfen, erfolgreich zu sein

Als wir klein waren, gingen meine Eltern einmal die Woche zum Einkaufen. Es gab stets einen Vorrat an Süßigkeiten für mich und meinen drei Jahre älteren Bruder. Ein Beutel Mini-Mars und sowas – insgesamt ein reichliches Häufchen Schokolade kam ins Barfach unserer Schrankwand [haha, wie damals alle Schrankwände diese Barfächer hatten!]. Da durften wir uns jederzeit bedienen.