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Hast du etwas im Genick, das du schon ewig mitziehst?

Es gibt manchmal so Dauergäste auf der To-Do-Liste. Die machen es sich da bequem und harren aus. Wochen, Monate, ja, sogar Jahre! Das kann natürlich auch ein Vorhaben sein, das noch im Irgendwann-Stadium ist und ständig hinten im Hirn sitzt. Laufen tut es – je nach Qualität – unter „sollte“, „wollte“ oder „müsste“, doch umgesetzt hast du es bisher nie, weil irgendetwas daran nicht passt. Schau dir das mal genauer an, denn es kann sein, dass du schon sehr gerne willst. Genauso gibt es aber längst überholte oder einfach zu lästige Projekte, bei denen es besser ist, sie in die Tonne zu treten. Oder sie ganz bewusst auf Eis zu legen.

Ich könnte hinfallen!

Visualisieren konnte ich noch nie. Dieses Vor-dem-geistigen-Auge ausmalen, wie etwas sein wird. Eine frühere Kollegin, die aus dem angestellten Büroalltag ausgestiegen war und eine Ausbildung zur Akupunkturistin angefangen hatte, hat mir mal erzählt, dass sie sich bereits in ihrer eigenen Praxis sehen konnte, wie sie einen weißen Kittel trägt und behandelt. Das hat sie wahnsinnig motiviert. Ein Fixstern. Ich sehe vor meinem geistigen Auge … nichts. Zumindest nicht, wenn es um die kleinen und großen Ziele geht, die ich habe. Was ich hingegen richtig gut sehe, praktisch in cinematischer Qualität, sind die verschiedenen Möglichkeiten, wie es mich spektakulär vom Skateboard oder Einrad hauen könnte. Damit bin ich nicht alleine. Oft sind wir ganz großartig darin, uns auszumalen, was alles schiefgehen kann. Ganz unabhängig, worum es geht.

Sich helfen, erfolgreich zu sein

Als wir klein waren, gingen meine Eltern einmal die Woche zum Einkaufen. Es gab stets einen Vorrat an Süßigkeiten für mich und meinen drei Jahre älteren Bruder. Ein Beutel Mini-Mars und sowas – insgesamt ein reichliches Häufchen Schokolade kam ins Barfach unserer Schrankwand [haha, wie damals alle Schrankwände diese Barfächer hatten!]. Da durften wir uns jederzeit bedienen.

Nähe und Distanz

Es gibt ja Leute, die ständig Menschen oder gar Trubel um sich brauchen. Und es gibt die anderen, die generell lieber mit sich sind oder vor sich hin werkeln. Wenn ich mir mein Berufsleben so anschaue, gab es bei mir immer Phasen. Als Angestellte hatte ich darauf nicht zu 100 % Einfluss, doch natürlich gibt es in jedem Aufgabenbereich die Möglichkeit, aktiv zu steuern, wie sich der Kontakt zu anderen und Freiräume verlagern. Das bedeutet natürlich, in eigener Sache aktiv zu werden. Dazu gibt es viel zu sagen, Stoff für spätere Blogbeiträge. In der Selbstständigkeit habe ich seit jeher darauf geachtet, was ich in dieser Beziehung will – oder gerade nicht mehr möchte:

Der Zeichenkurs

Vor einigen Jahren habe ich mit dem Zeichnen angefangen. Nach einigen Monaten sahen die Bilder auf meiner Business-Website so aus – und ich war mächtig stolz! Ich habe mich mit recht ungelenken Zeichnungen rausgetraut und bin durchs regelmäßige Produzieren mit der Zeit immer besser geworden. Dazu kommt: Gerade weil die Männchen alles andere als perfekt sind, sind sie sympathisch. Außerdem sah meine Website so viel mehr nach mir aus, als wenn ich irgendwelche glatten Agentur-Illustrationen verwendet hätte. Eines Tages dachte ich mir: Ich könnte ja einen Zeichenkurs geben!

Start oder Ende festlegen

Alle paar Jahre habe ich mich beruflich verändert. Das war schon immer so. Es gibt ja Menschen, die leben auf, wenn sie Beständigkeit haben. Und es gibt welche, die Abwechslung suchen. Immer wenn ich das Gefühl hatte, ich habe jetzt alles gemacht, habe ich es noch eine Weile etabliert – denn selbst, wenn man sattelfest ist, lässt sich natürlich noch viel lernen und verstärken. Aber dann trat langsam eine Routine ein. Routine hat ja zwei Seiten: Das Tolle daran ist, dass die Dinge einfach laufen. Man hat sich eingespielt, kennt sich aus, managt alles einfach so. Der andere Aspekt ist die Langeweile, die mitschwingen kann. Die Gleichförmigkeit von Fragestellungen, Abläufen und Lösungen.

springendes Schwein

Reset. Go!

Ich bin zurzeit im Umbruch, also kurz vor Alles-wird-anders [im Dezember sperre ich mein bisheriges Business ja zu]. Das, was ich danach so richtig machen will, ist schemenhaft klar. Doch dafür muss ich erst im Hoopen & Co. noch besser werden. Auch wenn ich in den letzten zweieinhalb Jahren extrem viel gelernt habe und begeistert nach wie vor fast täglich dran bin, so bin ich noch nicht „bühnenreif“. Daher muss ich mir klarwerden über die Zwischenphase: Womit will ich nach schreibnudel.de und vor dem Neuen mein Geld verdienen?

Wollen statt müssen?

Es gibt ja diesen Tipp, das Wort MÜSSEN generell durch WOLLEN zu ersetzen: Ich muss noch die Wohnung putzen. Ich will noch die Wohnung putzen. Das ist prinzipiell eine nette Idee, wenn es hilft. Und streng genommen stimmt es ja: Müssen tut man fast nichts – sofern man bereit ist, die Konsequenzen zu tragen.