Mein beruflicher Background

Erste Jobs: Babysitterin für drei kleine Kinder und einen süßen Jagdhund. Dann Kurzwaren-Abteilung in einem Trachtenhaus, was besonders lustig war, weil ich in dieser Zeit praktisch nur mit Jeans, Iron-Maiden-Shirt und Turnschuhen rumgelaufen bin und jetzt Trachtentröcke tragen musste.

Ausbildung zur Rechtsanwaltsgehilfin – Schreibkraft bei der Bereitschafts- und anschließend Kriminalpolizei [Brandkommissariat].

Danach fast zehn Jahre lang verschiedene Positionen bei einer internationalen Bildagentur: Einkauf, Office Management, Assistenz der Geschäftsführung, Kundenberaterin, später Sales Managerin mit Personalverantwortung. Internationale Projekte und Mit-Aufbau neuer Filialen in Hamburg und Wien.

Seit 1999 selbstständig als Coach/Trainerin/Beraterin – immer businessbezogen.

3 Fragen – 3 Antworten

Was war rückblickend die schönste berufliche Station?
Erstaunlich, aber wahr: die als Schreibkraft bei der Kriminalpolizei! Ich tippe schnell und gerne, hatte also an jedem Arbeitstag einen enormen Output. Dazu musste ich Vernehmungen live mitschreiben. Es war immer sehr spannend, die verschiedenen Zeugen oder Beschuldigten zu hören und sich so zusammenzupuzzlen, was passiert ist, vor allen Dingen, wie verschieden die Menschen etwas einschätzen. Bei der Polizei konnte ich zudem die Arbeit immer in der Arbeit lassen: Wenn gegen 16 Uhr Feierabend war, war noch viel vom Tag übrig.
In welcher Position hast du am meisten gelernt?
Als Führungskraft. Da bin ich für mich am meisten gewachsen, weil ich eine Vorbildfunktion hatte und immer schon fand: Wer eine Managementposition mit Personalverantwortung annimmt, hat Einfluss auf Menschen. Der wirkt sich idealerweise positiv aus, kann allerdings ganz schön negativ sein. Das ist nicht trivial und schon gar nicht immer einfach.
Ist das Angestelltsein oder die Selbstständigkeit besser?
Ich mochte beides, weil ich als Angestellte immer sehr viel selbstständig gearbeitet habe. Meine Erfahrung, selbst wenn das Umfeld schwierig ist: Wenn man gute Arbeit macht, sich auf seinen Bereich konzentriert und entsprechend auftritt, gibt es enormen Handlungs- und Gestaltungsspielraum. Außerdem habe ich in meiner Angestelltenzeit viel gelernt: Von und mit anderen Leuten, aber auch, indem ich mir oft Neuland erobern musste. – Dennoch glaube ich, dass ich nach so langer Zeit der Selbstständigkeit nicht mehr überall angestellt sein könnte: Die viele unnötige Bürokratie, die in größeren Firmen herrscht, und das oft endlose Labern statt Tun, das würde ich nicht mehr gut ertragen. Als Selbstständige kann ich halt ohne Einschränkung was durchziehen.