müsste

Welche Entscheidung muss davor kommen?

Geht es darum, etwas voranzubringen, wird gerne davon gesprochen, den nächsten Schritt zu definieren. Auch wenn er klein ist.

Klar: Das Dranbleiben ist sehr viel einfacher mit „baby steps“ – keine Zeit, keine Kraft, keinen Kopf, … all das wird ausgehebelt, wenn man zumindest einen Handgriff macht: Das kann ein einziges Telefongespräch sein oder nur schon mal das Raussuchen einer Telefonnummer.

Jetzt ist es allerdings bei komplexeren Dingen oft so, dass der nächste Schritt gar nicht klar ist. Oder eben nicht definiert werden kann, weil davor eine Entscheidung fehlt.

Im Formular Das Wald- und Bäume-Syndrom wurde das deutlich: Das „Braucht eine Entscheidung“ ist ein zentraler Schritt, um Klarheit zu schaffen.

Wir sind auf „To dos“ gepolt

Die meisten von uns arbeiten in irgendeiner Form mit einer Liste – ob auf Papier, im Computer oder im Kopf: Was dasteht, muss erledigt werden. Größere Projekte stehen entweder gar nicht mit drauf [Aus den Augen, aus dem Sinn] oder aber sie stehen als großer Brocken da:

  • Relaunch Website
  • Kinderbuch schreiben
  • Wohnung ausmisten
  • Fortbildung (??)
  • Umzug

Es ist nicht von ungefähr, dass wir gerade die großen Brocken vor uns herschieben. Das liegt zum einen natürlich daran, dass sie nicht genügend heruntergebrochen sind.

Etwas, das viel zu komplex ist, ist einfach zu viel auf einmal.

Man weiß, man braucht mehr Zeit, um sich damit zu befassen und gerade geht’s halt nicht – kein Kopf, keine Zeit, keine Kraft, keine Nerven, andere Prioritäten … Sind es klarer heruntergebrochene, machbare Häppchen, dazwischen immer mal die superminikleinen Schritte, geht es voran.

Fehlen Entscheidungen, kommen Projekte allerdings oft ganz unbemerkt ins Stocken. Da kein offensichtlich nächster Schritt da ist, passiert nichts am Projekt.

Die unsichtbare Hürde sind die Entscheidungen

Wie leicht oder schwer uns das Entscheiden fällt, hat gar nicht immer mit der Größe einer Entscheidung zu tun. Es gibt Leute, die sich im Lokal nicht entscheiden können, was sie bestellen sollen. Andere ziehen sich morgens regelmäßig mehrmals um. Wieder andere sagen Freunden und Familie immer „ich richte mich nach euch“ oder „mir ist alles recht“, wenn sie etwas entscheiden sollen, das für alle gilt.

Entscheidungen sind durchaus komplex. Heute geht es mir einzig und allein um das Bewusstsein, dass Projekte oft deshalb mehrmals ins Stocken geraten, weil es gerade tatsächlich kein To Do gibt (oder es noch nicht definiert werden kann).

Halte also an jeder Stelle deines längerfristigen Projektes bewusst Ausschau danach, ob der nächste Schritt ist, etwas zu entscheiden, bevor der nächste Handgriff kommen kann. Das Prinzip des Wald-und-Bäume-Formulars gilt sozusagen für einzelne Projekte ganz genauso. Wenn du also eine Website planst oder einen Umzug angehst, o. Ä., kannst du das Formular auch speziell dafür verwenden.

 

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Warum sind wir nicht konsequenter ... kriegen den Arsch nicht hoch oder machen Dinge, von denen wir wissen, dass sie uns bremsen? - Ist doch immer wieder interessant, sich da selbst auf die Schliche zu kommen. PS: Vom Hadern halte ich ganz und gar nichts!