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Nähe und Distanz

Es gibt ja Leute, die ständig Menschen oder gar Trubel um sich brauchen. Und es gibt die anderen, die generell lieber mit sich sind oder vor sich hin werkeln. Wenn ich mir mein Berufsleben so anschaue, gab es bei mir immer Phasen.

Als Angestellte hatte ich darauf nicht zu 100 % Einfluss, doch natürlich gibt es in jedem Aufgabenbereich die Möglichkeit, aktiv zu steuern, wie sich der Kontakt zu anderen und Freiräume verlagern. Das bedeutet natürlich, in eigener Sache aktiv zu werden. Dazu gibt es viel zu sagen, Stoff für spätere Blogbeiträge.

In der Selbstständigkeit habe ich seit jeher darauf geachtet, was ich in dieser Beziehung will – oder gerade nicht mehr möchte:

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Der Zeichenkurs

Vor einigen Jahren habe ich mit dem Zeichnen angefangen. Nach einigen Monaten sahen die Bilder auf meiner Business-Website so aus – und ich war mächtig stolz!

Ich habe mich mit recht ungelenken Zeichnungen rausgetraut und bin durchs regelmäßige Produzieren mit der Zeit immer besser geworden. Dazu kommt: Gerade weil die Männchen alles andere als perfekt sind, sind sie sympathisch. Außerdem sah meine Website so viel mehr nach mir aus, als wenn ich irgendwelche glatten Agentur-Illustrationen verwendet hätte.

Eines Tages dachte ich mir: Ich könnte ja einen Zeichenkurs geben!

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Start oder Ende festlegen

Alle paar Jahre habe ich mich beruflich verändert. Das war schon immer so. Es gibt ja Menschen, die leben auf, wenn sie Beständigkeit haben. Und es gibt welche, die Abwechslung suchen. Immer wenn ich das Gefühl hatte, ich habe jetzt alles gemacht, habe ich es noch eine Weile etabliert – denn selbst, wenn man sattelfest ist, lässt sich natürlich noch viel lernen und verstärken. Aber dann trat langsam eine Routine ein.

Routine hat ja zwei Seiten: Das Tolle daran ist, dass die Dinge einfach laufen. Man hat sich eingespielt, kennt sich aus, managt alles einfach so. Der andere Aspekt ist die Langeweile, die mitschwingen kann. Die Gleichförmigkeit von Fragestellungen, Abläufen und Lösungen.

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Schwarzsehen

Sollte man nicht so viel schwarzsehen, wenns ein Problem gibt?

Die einen halten Schwarzseherei für total negativ: Das zieht mich runter. Das bringt nichts. Andere sind stolz auf ihre Fähigkeiten, überall als erstes Probleme, Hürden und Fallstricke zu sehen. Und wieder andere schützen sich damit: Wenn meine Erwartungen negativ sind, kann mich nichts enttäuschen. Im Gegenteil – es kann nur besser werden!

Wie so oft stimmt irgendwie alles. Welche Denk-Tendenzen hast du, wenns ums Schwarzsehen geht?

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Peinlich, peinlich!

Kürzlich hat mich eine nette Leserin meines Blamieren-Ratgeber kontaktiert – und mich erinnert, dass das ein schönes Buch ist. Genau das Richtige für die HÄTTE-Rubrik!

Es war das erste Buch, für das ich eigene Illustrationen geliefert habe, und wo mir das Titelbild besonders gut gefällt, weil der GABAL-Verlag so schön mutig ist:

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springendes Schwein

Reset. Go!

Ich bin zurzeit im Umbruch, also kurz vor Alles-wird-anders [im Dezember sperre ich mein bisheriges Business ja zu]. Das, was ich danach so richtig machen will, ist schemenhaft klar. Doch dafür muss ich erst im Hoopen & Co. noch besser werden. Auch wenn ich in den letzten zweieinhalb Jahren extrem viel gelernt habe und begeistert nach wie vor fast täglich dran bin, so bin ich noch nicht „bühnenreif“.

Daher muss ich mir klarwerden über die Zwischenphase: Womit will ich nach schreibnudel.de und vor dem Neuen mein Geld verdienen?

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Wollen statt müssen?

Es gibt ja diesen Tipp, das Wort MÜSSEN generell durch WOLLEN zu ersetzen:

Ich muss noch die Wohnung putzen.
Ich will noch die Wohnung putzen.

Das ist prinzipiell eine nette Idee, wenn es hilft. Und streng genommen stimmt es ja: Müssen tut man fast nichts – sofern man bereit ist, die Konsequenzen zu tragen.

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„Es hilft ja nix!“

Es gibt ja Leute, die sich, wenn es unangenehm wird, eher ducken und verdrängen – und andere, die den Stier bei den Hörnern packen.

Am Anfang meiner Berufstätigkeit war ich einige Jahre im Vertrieb. Dadurch habe ich glücklicherweise schon früh in meinem Leben gemerkt: Immer, wenn man etwas Unangenehmes aufschiebt, wird alles nur noch schlimmer.

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Ich sollte … mehr planen?

In der Kategorie SOLLTE philosophiere ich über Dinge, die ich möglicherweise wirklich mal anfangen oder intensiver durchziehen sollte.

Schon seit einem Jahr stelle ich die Weichen dafür, mein ganzes Leben umzukrempeln. Mittlerweile schrumpft die Zeit langsam mehr und mehr zusammen. Ich lote durchaus aus und überlege, was ich will und wie was funktionieren könnte. Doch planen tu ich nicht.

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„Kann ich die Zeit zurückdrehen?“

Das „Hätt ich doch …!“ ist absolut menschlich. Und eine gute Sache, denn wir lassen prinzipiell Revue passieren, was los war und was uns daran stört. Machen wir das auf gute Art, lernen wir, was wir künftig anders machen wollen.

Doch allzu oft möchten wir einfach etwas ungeschehen machen: Es fällt uns zu spät ein, was wir hätten sagen sollen. Wir bereuen, was wir getan oder gelassen haben. Wir hadern mit etwas, das ausgerechnet uns passiert ist.

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